Aus innerer Anwandlung ruft das Kind in mir den Vater.
In welchem Herzensalter knüpfen sich die Bande mit der letztendlichen Frau.
Es ist mir verboten zu antworten.
Ich endlöse mich in Fragen, bis der trübe Samen des Alters
die wesentlichen Erinnerungen auslöscht.
Ich schließe die Augen.
Zwischen dem Realen und dem Gedächtnis, die Kunst.
Ich gebäre Träume.
Regression, die aus den alten Ländern meiner Mythologie schöpft.
Träumereien, diese Männer, von mir geboren.
Äther-, Marabut-, Blumen-, Insekten-, Atlantis-, Sirenen-, Vogel-,
Kind-, Tango-, Kronos-, Thanatos-, Nektarmann.
Ich schließe die Augen.
Träumereien, diese Kinder, von mir geklont.
Gräberblut im Sand.
Kobalt im ungestümen Wasser meines Haares,
von Muscheln geschmiergelt, liebkost.
Die Zeit wäscht die Wunden meines Körpers. Die Seele, sie verkrampft.
Andere Träume.
Beim Aufwachen - welche Frage bliebt zu stellen?
Ich stehe immer auf, dem Kind gehorchend, welches ich war.
Regression, die aus diesen Träumereien schöpft.
Träumereien, genährt aus diesen Regressionen.
Dialektik.
Nackt, in einem Glas, wie ein Fisch ohne Wasser.
Den Tod des Anderen ausgetrieben, kann das Mädchen endlich lieben.
Das Mädchen träumt.
Das Kind schläft.
Das Mädchen bringt Farbe in seine Träume.
Das Leben kommt zurück.
Das Kind wächst.
Zwischen dem Realen und dem Gedächtnis, mein Vaterland.
Muriel Anastaze, Oktober 2005
